Nachgewiesen: Schlagfallen effektiver als Giftköder

Wenn es um Köder geht, bedeutet die Beobachtung „nicht angefressen“ nicht immer „kein Befall“. Das weiß der Schädlingsbekämpfungs- Profi und ein unabhängiger Test 1 aus dem Jahr 2021 bringt es zu Papier: In den 16 betrachteten Objekten fand über die Periode eines Kalenderjahres Köderanfraß 60 % seltener statt als Fänge in Schlagfallen. Die Aussagekraft einer Köderstation darüber, ob und in welchem Umfang Schadnagerbefall vorliegt, bleibt statistisch also hinter der Effektivität von Schlagfallen zurück. Aber wieso?

„Eine Schlagfalle kann individuell beködert werden und ist damit in der Regel attraktiver im Vergleich zu Nagerködern“, erklärt Bianca Mitmeier, öffentlich bestellte Sachverständige für Schädlingsbekämpfung, in einer schriftlichen Stellungnahme2. Sie bezieht sich dabei auf die gesetzliche Lage, nach welcher ein Toxköder nicht mit Nahrungsmitteln vermischt werden darf – für eine Schlagfalle darf der Lockstoff jedoch frei gewählt werden, da es sich um eine giftfreie Bekämpfungsmethode handelt. So können in Schlagfallen beispielsweise genau die Lebensmittel als Köder eingesetzt werden, die vor Ort im Objekt von den Schadnagern angefressen worden sind. Ein Fraßköder jedoch muss mit dem Nahrungsangebot vor Ort konkurrieren – wenig erfolgreich, wie die Statistik offenbart. „Schlagfallen generell haben bei der Bekämpfung von Schadnagern große Vorteile gegenüber […] Antikoagulantien oder anderen Ködern“, führt Mitmeier aus. „Gerade im Vergleich zu Nontox-Ködern, welche den Nagern zunächst einmal Futter liefern, besticht die Schlagfalle mit dem Aspekt, dass eine Maus, die […] abgetötet wird, nicht weiter zur Kontamination des Umfeldes beiträgt oder sich vermehrt.“

Es gibt jedoch ein Problem: Schlagfallen erfordern tägliche, zeit- und kostenintensive Kontrollen, während toxische Köder höchstens monatlich inspiziert werden. „Hieraus ergibt sich der Vorteil von digitalen Fallen“, argumentiert die Sachverständige Mitmeier. Ausgeklügelte Sensormodule, wie die der Nürnberger Firma traplinked, behalten den Auslösezustand von Schlagfallen rund um die Uhr im Auge und senden eine Nachricht, wenn eine Auslösung erfolgt. So entfallen die Befalls-unabhängigen, personalintensiven täglichen Kontrollen und der Schädlingsbekämpfer kann Schlagfallen-Behandlung wirtschaftlich sinnvoll anbieten.

Durch redundante Lebenszeichen wird die gesetzeskonforme Überwachung der Digitalfallen garantiert. „Grundsätzlich lückenlose, transparente Überwachung über 24 Stunden/7 Tage. Sofortiges Reagieren, ohne dass es zu einer Verschleppung des Befalls kommt“, fasst Jürgen Sommer, Sachverständiger für Schädlingsbekämpfung, die Vorteile der Lösung zusammen.

Kontakt:
traplinked GmbH
Zollhof 7
90443 Nürnberg
Tel.: 0911/477 128 50
E-Mail: kontakt@traplinked.com
www.traplinked.com

Ausgabe September/Oktober 2022 „Der Lebensmittelbrief/ernährung aktuell”