Verfälschung, Pestizide und Alkaloide

Die British Beekeepers Association führte eine Umfrage über Honig und Honigbienen durch und fand heraus, dass der durchschnittliche Ertrag pro Bienenstock in England und Wales um 1 kg gesunken ist. Das klingt auf den ersten Blick nicht viel, aber der Durchschnitt fällt schon seit Jahrzehnten. Daher kann ein stetiger Rückgang der Honigproduktion erfasst werden.

In diesem Jahr könnte ein möglicher Grund für die verminderte Honigproduktion schlechtes Wetter sein, besonders der regnerische und nasse Sommer. Infolgedessen würde die Notwendigkeit, Bienen zu füttern, steigen und es muss darauf geachtet werden, dass Bienenfutter gemäß der Honigverordnung 2001/110/EG nicht in den eigentlichen Honig gelangen darf. Wenn dies geschieht, muss der Honig als verfälscht angesehen werden und darf nicht mehr als Honig vermarktet werden.

Eine geringere Honigproduktion führt auch zu erhöhten Preisen für Honig und daher der Versuchung, vermehrt Honig zu verfälschen, was die Qualität und den Ruf von Honig als Naturprodukt gefährdet.

Der andere große und wichtige Grund für die geringere Honigproduktion ist der Mangel an Futterpflanzen für Honigbienen und andere Insekten aufgrund der Landwirtschaft. Riesige Gebiete sind von denselben Pflanzen bedeckt, die eine ungünstige und unattraktive Umgebung für Bienen und andere Insekten bieten. Zusätzlich erhöht sich das Risiko einer Pestizidkontamination (Neonicotinoide) massiv. Dies führt nicht nur zu Pestizidrückständen im Honig, sondern beeinflusst auch die Fortpflanzungsprozesse der Bienen. Außerdem kann das Fehlen von Futterpflanzen dazu führen, dass Honigbienen auf andere weniger bevorzugte Pflanzen umstellen. Das Risiko, Pollen und Nektar aus PA haltigen Pflanzen zu sammeln, steigt und führt zu Rückständen von PA im Honig. Einige PAs gelten als potentiell krebserregend.

Das weltweite Service-Netzwerk der Tentamus-Labore und das Tentamus Global Center of Excellence für Food Fraud tragen dazu bei, authentische und sichere Lebensmittel zu liefern, indem sie Verfälschungen und Verunreinigungen aufdecken.

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Ausgabe November/Dezember 2017 „Der Lebensmittelbrief/ernährung aktuell”