Entlang der Wertschöpfungskette vom Landwirt bis zum Endverbraucher durchlaufen Milch und Milchprodukte zahlreiche komplexe Produktionsstufen. Eine strenge und regelmäßige Qualitätskontrolle garantiert einen hohen Standard und ist heutzutage unabdingbar.

Moderne Infrarot- und Nahinfrarotspektroskopie bietet viele Möglichkeiten zur schnellen und einfachen Überwachung von Rohmilch, Zwischenprodukten und Endprodukten. Dadurch können neben der Sicherung der Qualität auch erhebliche Einsparungen, z.B. durch höhere Produktivität oder durchschnellere Reaktionszeiten bei Fehlchargen erreicht werden. Um die beste Analysemethode für eine bestimmte Anwendung zu finden, sollte eine detaillierte Bestandsaufnahme der erste Schritt sein. Welche Arten von Proben sollen analysiert werden und wo soll die Analyse stattfinden? Diese grundsätzlichen Fragen müssen im Hinblick auf zukünftige Anwendungen geklärt werden, um spätere Zusatzinvestitionen zu vermeiden.

Sollen nur flüssige Proben, z.B. Rohmilch, standardisierte Milch oder Molke gemessen werden, bietet sich ein eigenständiges System an, das speziell für diesen Zweck entwickelt wurde, wie z.B. das MIRA. Mit seiner Hochdruckpumpe und dem Homogenisierungsventil kann es Hauptbestandteile wie Fett, Eiweiß, Trockenmasse und Laktose schnell und reproduzierbar bestimmen.

Wenn zusätzliche feste oder halbfeste Probentypen entlang der Produktionskette analysiert werden sollen, wie z.B. Molkenpulver, Käse oder Butter, ist ein modulares FT-NIR-Spektrometer die bessere Wahl. Solche Systeme wie das MPA II FT-NIR-Spektrometer bieten für jeden Probentyp die richtige Messgeometrie.

Für größere Firmen sind Online-FT-NIR-Systeme wie das MATRIX-F perfekt für die Prozesssteuerung. Häufige Messungen von Schlüsselparametern an mehreren Messpunkten werden automatisch an das Prozessleitsystem gesendet und liefern so ‒ im Gegensatz zur punktuellen Laboranalyse ‒ ständig relevante Informationen. So lassen sich Schwankungen im Prozess umgehend erkennen und ggfs. rechtzeitig anpassen, um die Produktion kostspieliger, nicht spezifikationsgerechter Produkte zu vermeiden.

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Ausgabe Mai/Juni 2019 „Der Lebensmittelbrief/ernährung aktuell”