Mit immer strenger werdenden Richtlinien und dem einhergehendem Ziel der besseren Lebens- und Futtermittelkontrollen auf Mykotoxine, steigt auch das Probenaufkommen. Die Anforderungen im Labor sind sehr spezifisch und es verlangt nach individuellen Lösungen der Automatisierung, die auf die Bedürfnisse der Anwender und das Probenaufkommen abgestimmt sind.

Die Möglichkeiten
Dem Anwender im Labor stehen sowohl für ELISA als auch für die Analytik vor Ort mit den Lateral Flow-Tests verschiedene Möglichkeiten für eine Automation zur Verfügung.

ELISA Automatisierung
Ein gesteigertes Probenaufkommen in der Erntezeit effizient zu bearbeiten und dabei hohe Qualitätsanforderungen zu erfüllen, erfordert veränderte Arbeitsabläufe. In der Lebens- und Futtermittelanalytik für Mykotoxine wird dies mit Hilfe von automatisierten Prozessen realisierbar. Die ausgereifteste und kostengünstigste Technologie bietet die Liquid-Handling-Workstation: Ein Pipettier-Roboter arbeitet nach Bestückung mit einer oder mehreren Mikrotiterplatten selbstständig die jeweiligen Assays ab. Diese Liquid-Handling-Workstations sind voll ausgestattet
mit Barcode-Lesegerät, Pipettiereinheit, Inkubator, Waschkopf und Photometer. Damit sind sie als vollautomatische Analysegeräte in der Lage, eigenständig die jeweils programmierten Tests bis zur Ergebnisausgabe durchzuführen. Mittels der Software können Ergebnisse zur Dokumentation direkt in die Datenbank weitergeleitet werden. R-Biopharm AG bietet zusammen mit ihrem Partner Gold Standard Diagnostik verschiedene vollautomatisierte ELISA-Systeme an. Mit dem ThunderBolt® Analyzer ist es möglich, zwei Mikrotiterplatten mit je 96 Kavitäten parallel abzuarbeiten. Es können auch mehrere verschiedene Parameter auf den Platten abgearbeitet werden. Dadurch eignet er sich nicht nur für die Abarbeitung großer Probenmengen, sondern auch für die flexible Analyse kleinerer Probenmengen – beispielsweise im Rahmen eines Screenings auf mehrere Mykotoxine bei gleichzeitiger Analyse.

Lateral Flow Analytik
Seit einigen Jahren gewinnen Lateral Flow Tests zunehmend an Bedeutung. Diese schnellen, sicheren und kostengünstigen Tests vereinen ein komplettes Testsystem auf einem Membranstreifen und reduzieren den Testaufwand auf ein Minimum. So eignen sie sich optimal für die schnelle, zeitkritische Analyse von Einzelproben direkt vor Ort. Neben qualitativen und semi-quantitativen Tests sind verschiedene quantitative Lateral Flow Tests verfügbar, die z.B. eine Konzentrationsbestimmung von Mykotoxinen in unterschiedlichen Probenmatrices erlauben. Als Testergebnis zeigen sich typische Bandenmuster (Kontrollbande, Probe). Die Intensität der Bande hängt von der Konzentration des Mykotoxins in der Probe ab und kann mit Hilfe eines Auslese-Gerätes quantitativ ausgewertet werden. Einige Geräte verfügen über die Möglichkeit, das Ergebnis auszudrucken oder das System mit einem Rechner oder Netzwerk zu verbinden.

Flexibler Einsatz und Analytik in weniger als 5 Sekunden
R-Biopharm ist erster Anbieter einer völlig neuen, innovativen Auswertetechnologie für Mykotoxin-Lateral Flow Teststreifen: die Messung und Auswertung der Testbanden per Smartphone mit einer eigens dafür entwickelten Software-Applikation (App). Mit der App, die unter dem Namen RIDA®SMART APP vertrieben wird, können alle quantitativen Mykotoxin Lateral Flow-Teststreifen der Produktlinie RIDA®QUICK ausgewertet werden. Die Bedienung ist übersichtlich, intuitiv und einfach. Proben- und Kundennummern können von Hand oder mittels Barcodescanner eingegeben werden. Die chargenspezifischen Informationen der Teststreifen werden automatisiert gegengeprüft. Die eigentliche Messung erfolgt durch Fotografieren des Teststreifens mit dem Smartphone. Das Foto wird sofort ausgewertet und das Messergebnis nach nur wenigen Sekunden übersichtlich als Report am Bildschirm angezeigt. Der Messreport wird automatisch in der Datenbank der App abgelegt und ist jederzeit wieder aufrufbar. Wenn das Smartphone in ein Firmennetzwerk eingebunden ist, kann der Messreport per Klick auf dem Netzwerkdrucker im Labor oder im Büro ausgedruckt werden. Ein E-Mail-Versand des Reports als PDF-Dokument ist ebenfalls problemlos möglich. RIDA®SMART APP wurde vor der Markteinführung ausgiebig validiert. Testungen mit natürlich kontaminierten Referenzmaterialien belegen die sehr gute Übereinstimmung der Ergebnisse mit HPLCDaten.

Fazit
Automatisierung im Labor oder vor Ort bietet vielfältige Optionen und Vorteile. In diesem Bereich sind die technischen Möglichkeiten noch längst nicht ausgereizt. Die Anbieter verbessern entsprechend den Anforderungen die Analysemethoden als auch die technischen Möglichkeiten der instrumentellen Analytik – sei es für das standardisierte Abarbeiten von hohem Probenaufkommen (ELISA-Automation via ThunderBolt® Analyzer) oder den Einsatz von kostengünstigen und schnellen Lösungen für Lateral Flow Tests wie der RIDA®SMART APP.

Kontakt:
David Steinmann
Produktmanagement Automatisierung
R-Biopharm AG
An der neuen Bergstraße 17
64297 Darmstadt
www.r-biopharm.com

Ausgabe Mai/Juni 2018 „Der Lebensmittelbrief/ernährung aktuell”