Neogen entwickelt Produktlinie wasserbasierender Mykotoxin-Streifentests

Neogen entwickelte kürzlich eine neue Produktlinie, bestehend aus Mykotoxin Streifentests, die alle auf einer einheitlichen wasserbasierenden Extraktion basieren. Es werden Tests für sechs Mykotoxine verfügbar sein. Durch ein standardisiertes Extraktionsverfahren wird es möglich sein, eine einzige Probe auf bis zu sechs Mykotoxine zu testen.

Vor-Ort-Mykotoxintests
Für die Getreide-, Tierfutter- und Müllereibranche spielt das Testen auf Mykotoxine vor Ort eine große Rolle, um zu verhindern, dass mit Mykotoxin kontaminiertes Getreide gelagert oder zu Lebens- bzw. Futtermitteln weiterverarbeitet wird. Tests werden oft direkt nach der Ernte durchgeführt, damit Getreide, gemäß des Mykotoxingehalts, für bestimmte Verarbeitungszwecke eingeteilt werden kann. Je nach Mykotoxingehalt wird das Getreide entweder für die Herstellung von Lebensmitteln oder Tierfutter oder für industrielle Zwecke verwendet. Da Proben, die für diese Ersteinteilung entnommen werden, nicht in Laboratorien, sondern zum Beispiel in landwirtschaftlichen Betrieben, Mühlen oder Silos, getestet werden, sind schnelle, vor-ort-einsetzbare Tests unverzichtbar, damit der Testablauf reibungslos in den Arbeitsablauf vor Ort integriert werden kann.

Herkömmliche Streifentests
Streifentests sind benutzerfreundlich, erfordern nur einen geringen Schulungsaufwand und liefern schnelle Ergebnisse. Daher haben diese Tests sich in der Getreide-, Tierfutter- und Müllereibranche als Vor-Ort-Testmethode zur Detektion von Mykotoxinen etabliert. Die Streifentests, die momentan am häufigsten zum Einsatz kommen, haben jedoch einen erheblichen Nachteil: als Teil der Probenextraktion muss entweder Ethanol oder Methanol verwendet werden. Beide Substanzen sind aggressive Chemikalien, die Gesundheitsprobleme verursachen können. Daher müssen Sicherheitsmaßnahmen während der Extraktion befolgt und das Extraktionsmaterial als Giftmüll entsorgt werden.

Wasserbasierende Extraktion
Damit Methanol oder Ethanol nicht mehr während der Probenextraktion verwendet werden muss, hat sich die Forschung und Entwicklung in letzter Zeit darauf konzentriert, Tests mit einer wasserbasierenden Extraktion zu entwickeln. Diese Tests mit wasserbasierender Extraktion benötigen stattdessen destilliertes oder deionisiertes Wasser für die Probenextraktion. Dadurch wird es unnötig, Schutzkleidung zu tragen oder das Probenmaterial gemäß den Bestimmungen für Sondermüll zu entsorgen, wodurch das Anwenden eines Streifentests zusätzlich vereinfacht wird. Darüber hinaus reduzieren wasserbasierende Tests die Materialkosten, da destilliertes oder deionisiertes Wasser sehr viel günstiger ist als Ethanol oder Methanol.

Neogens Reveal® Q+ MAX Produktlinie wasserbasierender Streifentests
Da Neogen sich den Vorteilen, die Streifentests mit wasserbasierender Extraktion zu bieten haben, bewusst ist, hat Neogen eine neue Streifentest Produktlinie entwickelt. Die Reveal Q+ MAX Tests zur Mykotoxindetektion verwenden eine wasserbasierende Probenextraktion und bieten alle oben beschriebenen Vorteile, die wasserbasierende Tests zu bieten haben. Diese Produktlinie wird Tests für sechs Mykotoxine umfassen. Die Tests für Aflatoxin, Ochratoxin, T-2/HT-2 und Zearalenon sind bereits erhältlich, Tests für Fumonisin und DON werden demnächst folgen.

Alle Tests werden auf einer standardisierten, wasserbasierenden Extraktionsmethode basieren, wodurch eine einzige Probe auf sechs Mykotoxine getestet werden kann. Bei herkömmlichen Tests muss für jedes Mykotoxin, auf das getestet werden soll, eine einzelne Probe extrahiert werden. Da die Probenextraktion der zeitaufwendigste Arbeitsschritt des gesamten Arbeitsablaufes ist, hat Neogen, durch die Entwicklung einer standardisierten Extraktion, den Zeitaufwand für diesen Arbeitsschritt verringert. Wenn Getreide auf alle sechs Mykotoxine getestet werden soll, wird dazu lediglich eine Probe benötigt anstatt sechs.

Außerdem können alle Tests bei Zimmertemperatur gelagert und durchgeführt werden. Das vereinfacht die Lagerung und spart Zeit verglichen mit Tests, die im Kühlschrank gelagert werden müssen und deren Arbeitsablauf einen Inkubationsschritt erfordert.

Zusätzlich zu den oben erwähnten Vorteilen, hat jeder Test individuelle Vorzüge, durch die er sich von den anderen unterscheidet.

Reveal Q+ MAX Aflatoxin
Dieser Test bietet eine unübertroffene Kreuzreaktivität für die vier bedeutendsten Aflatoxine: B1, B2, G1 und G2.

Reveal Q+ MAX Ochratoxin
Dies ist der erste Streifentest mit einer wasserbasierenden Extraktion für Ochratoxin und der erste Streifentest, der für die Analyse von grünem Kaffee validiert wurde. Der Test wurde auch für die Analyse von anderen Rohstoffen validiert, einschließlich Weizen, Reis, Hirse, Gerste, Hafer, Mais und Weizenkleie.

Reveal Q+ MAX T-2/HT-2
Dieser Test kann für die Analyse von Mais, Weizen und Hafer eingesetzt werden und bietet damit eine einzigartige Auswahl, welche Matrizen getestet werden können.

Reveal Q+ MAX Zearalenon
Dieser Test liefert die schnellsten Ergebnisse eines Streifentests mit wasserbasierender Extraktion für Zearalenon.

Auswertung der Resultate
Neogen bietet außerdem ein Lesegerät für eine präzise und objektive Auswertung von Neogens Streifentests an. Das tragbare AccuScan® Gold Lesegerät kann vor Ort angewandt werden, überall dort, wo auch die Streifentests benutzt werden, und bietet beständige Resultate.

Fazit: Die neuen Reveal Q+ MAX Tests von Neogen werden das Testen vor Ort auf Mykotoxine vereinfachen. Die wasserbasierende Probenextraktion streicht gesundheitsschädingenden Chemikalien aus dem Arbeitsablauf und kreiert dadurch einen benutzer- und umweltfreundlicheren Test. Eine einzige Probe kann auf sechs Mykotoxine getestet werden, wodurch die Arbeitszeit verringert wird. Diese neue Produktreihe bietet jedem, der Vor-Ort-Mykotoxintests benutzt, eine leicht anzuwendende, umweltfreundliche und schnelle Option.

Kontakt:
Neogen Europe Ltd
The Dairy School, Auchincruive,
Ayr, KA6 5HU, UK
Tel.: 0800 101 4958
E-Mail: mykotoxine_de@neogeneurope.com
www.neogeneurope.de


Ausgabe März/April 2017 „Der Lebensmittelbrief/ernährung aktuell”