Schnelltest zum Nachweis von Bier verderbenden Bakterien

Bier ist von Natur aus eher wenig anfällig für einen Verderb durch Mikroorganismen. Die Kombination von Bitterstoffen aus Hopfen, Alkohol und Kohlendioxid gekoppelt mit einem geringen Gehalt an Nährstoffen und einem niedrigen pH-Wert führt dazu, dass nur wenige spezialisierte Mikroorganismen im Bier überleben und zu dessen Verderb führen können. Gelangen solche Bier verderbenden Mikroorganismen während des Brauprozesses oder der Abfüllung ins Bier, können sie den Geschmack, den Geruch, die Konsistenz oder das Aussehen des Bieres negativ beeinflussen. Bleibt der Verderb unentdeckt, kann dass zu Produktrückrufen oder Umsatzeinbußen führen und das Image der Marke schädigen.

Traditionell werden Bierverderber mittels klassischen mikrobiologischen Verfahren nachgewiesen, die auf einer kulturellen Anreicherung und einer anschließenden Keimidentifizierung beruhen. Eine kulturelle Anreicherung kann je nach Ausgangskeimzahl, Keimart und physiologischem Zustand des Keimes 3 ‒ 10 Tage in Anspruch nehmen. Eine nachfolgende Keimidentifizierung, die in der Regel auf physiologischen ‒ biochemischen Tests basiert, benötigt nochmals denselben Zeitaufwand. Somit scheiden konventionelle mikrobiologische Verfahren für eine Echtzeiterfassung oder Inprozesskontrolle aus.

Neben den kulturellen Nachweisverfahren gibt es zahlreiche molekularbiologische Verfahren, die auf PCR (Polymerase Kettenreaktion)- basierenden Techniken beruhen. Diese Verfahren ermöglichen einen schnellen Nachweis von Bierverderbern (präparativer Zeitaufwand 2 ‒ 8 Stunden) bei hoher Spezifität (Eindeutigkeit) und relativ hoher Sensitivtät (Detektion von geringen Keimzahlen). Dem gegenüber stehen hohe Materialkosten für Geräte und Reagenzien, eine komplizierte Handhabung verglichen mit dem kulturellen Verfahren und eine komplexere Auswertung. Nachteilig ist, dass bei PCRbasierenden-Techniken, die auf dem Nachweis von DNA beruhen, auch tote Zellen erfasst werden. Diese könnten eine Kontamination vortäuschen.

Alternativ dazu hat die Firma Scanbec mit dem HybriScan®-Bier einen zuverlässigen molekularbiologischen Schnelltest entwickelt, der einen schnellen und sicheren Nachweis der wichtigsten Bier verderbenden Bakterien innerhalb von nur 1 ‒ 2 Tagen ermöglicht.

Der HybriScan®-Bier bietet folgende Vorteile:

  • Schnell
    Um das Vertrauen der Kunden und den Ruf der Marke zu stärken und Produktrückrufe oder Umsatzeinbußen zu verhindern, ist es nötig regelmäßige Prozeßkontrollen durchzuführen. Der HybriScan®-Bier ermöglicht eine umfassende und zuverlässige Prozessüberwachung aller Stufen des Brauprozesses bis hin zur Qualitätskontrolle des Bieres. Der Test ermöglicht in kurzer Zeit einen simultanen Nachweis der wichtigsten bakteriellen Bierverderber (aus der Voranreicherung oder als Bestätigungsreaktion von Kulturmaterial).
  • Spezifisch
    Mit dem HybriScan®-Bier lassen sich schnell und sicher mikrobielle Bierschädlinge nachweisen. Hierzu zählen alle relevanten Lactobacillus-, Pectinatus-, Megasphaera- und Pediococcus-Arten, einschließlich Lactobacillusbrevis, Pectinatus cerevisiiphilus, Megasphaera cerevisiae und Pediococcus damnosus. Durch die Verwendung von artspezifischen und oder gruppenspezifischen Detektorsonden werden nur die im Testkit aufgeführten Bier verderbenden Bakterien nachgewiesen.
  • Sensitiv
    Eine vorgeschaltete Membranfiltration und eine Voranreicherung (24 ‒ 48h) ermöglichen den Nachweis von Spurenkontamination.
  • Lebend-tot-Unterscheidung
    Da die HybriScan-Technologie auf dem Nachweis von 16S rRNA basiert, werden ausschließlich lebende Bakterien und somit nur tatsächlich vorhandene Kontaminationen nachgewiesen.
  • geringe Kosten
    Für die Durchführung des Tests wird nur eine Laborgrundausstattung mit Pipetten, Zentrifuge, Thermomixer, Vakuumfiltrationsanlage und Mikrotiterplatten-Lesegerät benötigt. Alle für den Test benötigten Reagenzien (inkl. Reagenzien für die Zelllyse) sind im Testkit enthalten.

Kontakt:
Scanbec
Edisonstraße 5
06766 Bitterfeld-Wolfen
Tel.: +49 3494 6364 15
Fax: +49 3494 6364 16
E-Mail: info@scanbec.de
www.scanbec.de

Ausgabe Mai/Juni 2018 „Der Lebensmittelbrief/ernährung aktuell”